Wie läuft das Asylverfahren ab?

Nach der Erstaufnahmeeinrichtung werden Sie in den meisten Fällen einer Gemeinschaftsunterkunft oder einer dezentralen Unterkunft zugewiesen. Die Gemeinschaftsunterkunft wird von der Regierung von Oberbayern betrieben. Derzeit werden im Landkreis 2 Gemeinschaftsunterkünfte betrieben, diese befinden sich in Putzbrunn und Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Dezentrale Unterkünfte können neben kleineren oder größeren Wohnungen zum Beispiel auch eine Traglufthalle, ein leerstehendes Bürogebäude oder - vorübergehend - auch eine Turnhalle sein. Dies ist dann Ihre erste "richtige Adresse" in Deutschland, dort wird Ihnen auch Ihre Post zugestellt.

Wenn Sie bereits einen Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellt haben, erhalten Sie eine "Aufenthaltsgestattung". Ansonsten erhalten Sie bis zur Asylantragstellung ein Notfalldokument zu Ihrer BÜMA (Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender). Während Ihr Asylantrag geprüft wird, ist Ihnen gestattet, sich in Oberbayern aufzuhalten. Die Aufenthaltsgestattung/Notfalldokument gilt im Regelfall für jeweils sechs Monate. Über Ihren Asylantrag entscheidet ausschließlich das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.